Online dating service for triathletes

Viele Singles, die in ihrer Not die Anwälte aufsuchen, fühlen sich betrogen, in ihren Hoffnungen getäuscht. Die Bürokauffrau ist 46 Jahre alt, seit vier Jahren geschieden, seither alleinerziehend. Allerdings wird die amouröse Kraft des Online-Dating maßlos überschätzt.

Dafür landeten jede Menge derber Mails („Hi Süße, Lust auf ...“) in ihrem Postfach und irgendwann eine Rechnung über 240 Euro für ein halbjähriges Abo, das sie nicht wollte.

Doch die Online-Börse drohte mit Inkasso und Klagen, Petra meldete sich ab und zahlte.

Einen Anwalt hat sie, wie viele andere, nicht eingeschaltet. Eine Übersicht aller Autoren und Leser, denen Sie folgen, finden Sie unter dem Menüpunkt "Meine Autoren" bei Mein FAZ.

Es gab einmal ein großes Versprechen gegen die Einsamkeit. Mit ein bisschen Glück und ein paar Klicks, so schürten sie die Hoffnungen vieler, zappelt ganz leicht der richtige Partner im Netz.

Nichts erschien einfacher als der lockere Chat am PC, nichts unverfänglicher und aussichtsreicher: Wo sonst ist die Auswahl an Prinzen/Prinzessinnen so groß wie im World Wide Web?

Doch zwölf Jahre nach dem Start des ersten großen Dating-Portals, Parship mit Namen, kehrt in Deutschland Ernüchterung ein.

Die Börsen entpuppen sich zunehmend als Anziehungspunkt für unseriöse Geschäftemacher, Aufschneider, Lügner und krankhaft amouröse Witzbolde.

Von Flensburg bis Passau beschäftigen sich Anwälte und Gerichte mit dem Herzschmerz-Schmu.

Meist geht es um unberechtigte Forderungen gegenüber den Kunden und um Tricks im Fall von Kündigungen. „Ich ziehe abends nicht los, mal gucken, was sich so ergibt.“ Sie geht in ein Frauen-Fitness-Center und arbeitet seit zehn Jahren in der gleichen Behörde. Also hockt sie sich vor den PC, surft durch die virtuelle Flirt-Welt: Elitepartner, Partnersuche.de, Parship, Friendscout24, neu.de, Dating Cafe, neu-flirt.net, Kiss-No-Frog und wie sie alle heißen. Wohl wahr, Online-Dating ist salonfähig, namhafte Investoren sind in das Geschäft eingestiegen, schalten zu bester Sendezeit (und höchsten Tarifen) TV-Werbespots: Hinter Elitepartner steht der Burda-Konzern, hinter Parship und Kiss-no-Frog der Holtzbrinck Verlag.

„Die Betreiber versuchen mit allen Mitteln, so viel Geld wie möglich aus ihren Kunden herauszuquetschen“, wettert der Berliner Anwalt Thomas Hollweck, der sich auf Verbraucher-Nepp im Internet spezialisiert hat. Bei e Darling mischen die Samwer-Brüder mit (wie bei Zalando und Dutzenden anderer Online-Shops), Friendscout24 gehört gar der Deutschen Telekom.

Geld weg, persönliche Daten weg - und Herz verloren. Natürlich sucht sie - wie die meisten Singles - nach der neuen Liebe ihres Lebens. Längst kennt jeder Paare, die sich über das Internet kennengelernt haben, angeblich schnuppern sieben Millionen User in die Dienste rein.

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